Der Leuchtturm Sassnitz: Der große grüne Turm an der Mole
Wenn du den weiten Weg über die Sassnitzer Mole antrittst, hast du ein klares Ziel vor Augen: den markanten, grün-weißen Leuchtturm. Er thront am Ende der fast 1,5 Kilometer langen Steinmauer und markiert seit seiner Fertigstellung im Jahr 1904 die sichere Einfahrt in den Stadthafen. Auch wenn er mit seinen knapp 12 Metern Höhe im Vergleich zu den riesigen Leuchttürmen am Kap Arkona eher klein wirkt, ist er durch seine exponierte Lage direkt in der Ostsee ein echtes Schwergewicht der Küstenschifffahrt.

Ein technisches Denkmal mit Weitblick
Der Turm steht auf einem massiven, achteckigen Fundament und trotzt seit über einem Jahrhundert den teils gewaltigen Stürmen der Ostsee. Sein grünes Molenfeuer ist weit mehr als nur Dekoration – es ist eine aktive Orientierungshilfe. Das Lichtsignal hat eine Reichweite von rund 12 Seemeilen (ca. 22 Kilometer) und führt Fischer, Segler und die großen Ausflugsschiffe sicher an der Mole vorbei. Zwar kannst du den Turm nicht von innen besichtigen oder die Treppen hinaufsteigen, aber das macht gar nichts: Die beste Perspektive hast du ohnehin direkt davor, wenn du den Blick zurück auf die weiße Silhouette von Sassnitz und die majestätische Kreideküste genießt.
Leuchtturm Sassnitz im Winter: Wenn der Leuchtturm zu Eis erstarrt

Ein ganz besonderes Spektakel bietet der Leuchtturm in den Wintermonaten. Wenn bei klirrender Kälte starker Wind aus Nordost weht, peitscht die Gischt der Ostsee ununterbrochen gegen das Bauwerk. Das Wasser gefriert in Sekundenbruchteilen und hüllt den gesamten Turm in einen zentimeterdicken Eispanzer. In besonders kalten Wintern verwandelt sich das Molenfeuer in eine bizarre Eisskulptur, von der meterlange Eiszapfen hängen. Dieses Naturschauspiel lockt jedes Jahr Profifotografen aus ganz Deutschland nach Sassnitz – ein Anblick wie aus einem Märchenfilm, der die wilde Schönheit von Rügen perfekt einfängt.
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Beliebte Filmkulisse: „Praxis mit Meerblick“
Natürlich ist auch dieses Wahrzeichen auch Bestandteil der ARD-Reihe „Praxis mit Meerblick“. In fast jeder Folge, in der Nora Kaminski am Hafen oder auf der Mole unterwegs ist, blitzt der grüne Turm im Hintergrund auf. Er symbolisiert wie kaum ein anderes Bauwerk die Beständigkeit und den maritimen Charakter der Stadt. Für Fans der Serie ist der Spaziergang bis zum Molenfeuer deshalb ein absoluter Pflichttermin, um das echte „Praxis mit Meerblick“-Gefühl zu erleben. –> hier findest du die Praxis mit Meerblick Drehorte
Tipps für deinen Besuch am Molenfeuer
Da der Weg über die Mole komplett ungeschützt ist, solltest du dich wetterfest anziehen – selbst im Sommer weht dort draußen oft eine steife Brise. Der Spaziergang dauert etwa 20 bis 30 Minuten pro Strecke. Mein Tipp: Plane deinen Ausflug zum Leuchtturm für den späten Nachmittag ein. Wenn die Sonne langsam untergeht, beleuchtet sie die weißen Kreidefelsen im Nationalpark Jasmund, die vom Leuchtturm aus wie eine leuchtende Wand wirken. Das ist der Moment für das perfekte Urlaubsfoto, bevor du dich auf den Rückweg in die gemütliche Altstadt machst. Wenn du davor noch Zeit hast, kannst du über die berühmte Hängebrücke Sassnitz vom Hafen in die Altstadt Sassnitz bummeln.
Weiterführende Links
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